Corona Mental

Die Angst. Ein Virus und seine Nebenwirkungen.

Das Coronavirus sieht in seiner graphischen Darstellung aus,
wie das Rädchen eines größeren Getriebes, vielleicht wie das
Zahnrad eines mechanischen Uhrwerks. Ein Stück DNA, das wie
andere Viren auch, in ihrem Bestreben, sich zu vermehren,
menschliche DNA zum Einfügen nutzt. Die Sorge um die
Gesundheit expandiert synchron zur Verbreitung des Virus wie
ein mentaler Virus, schneller noch als der China-Export,
dessen Toxizität in ihrem Ausmass noch ungeklärt bleibt.
Menschen, die täglich das Hamsterrad drehen, tätigen
Hamsterkäufe, sofern sich quarantänebedingt das Hamsterrad
nicht mehr wie gewohnt drehen sollte. Die Börsen verzeichnen
Tiefstände. Korrelierend zur Ausbreitung des Virus und der
Sorge um die Gesundheit, wächst die Sorge um die ökonomischen
Folgen einer kollektiv sich ausbreitenden viralen Hysterie.
Gründliches Händewaschen ist in aller Munde, Das
Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht Hinweise zum
anfänglichen Erkennen in fast jeder grossen Tageszeitung.
„Erste Krankheitszeichen sind Husten, Schnupfen, Halskratzen
und Fieber.“ Kein Unterschied zu Erkältung und Influenza.
Corona ist Vieles. Corona tötet manchen Menschen, wie die
Grippe. Bei Corona hält die Mauer vielleicht besser dort, wo
sie erwünscht ist. Erdogan schickt Flüchtlinge, Corona lenkt
ab vom eingesetzten Tränengas an der Südostgrenze der EU.
Corona ist möglicherweise Trumps Wahlhelfer, wenn er es in den
USA erfolgreich bekämpft. Ablenkung von anderen Themen tut not
und ist willkommen. Falls es ihm nicht gelingt, verliert er
die Wahl. Corona bringt dem Einzelhandel kurzfristig höhere
Umsätze. Corona lässt Aktienkurse ins Bodenlose rauschen.
Corona füllt Zeitungsseiten und verspricht Lesequoten. An
Corona verdienen die Gesundheitsindustrie und Pharma Geld,
wobei dies, als Kollateralereignis, als Intention nicht
unterstellt werden darf.
Die ökonomischen Folgen der viralen Angst und ihrer
materiellen Ursache sind nicht vorhersagbar. Sie sind
lediglich erahnbar. Bereits jetzt ist auf Satellitenbildern
von NASA und ESA eine deutliche Abnahme der Luftverschmutzung
in China zu sehen. Die maßgeblich industriebedingte
Stickstoffdioxid-Konzentration über China hat vom 10. bis zum
25. Februar deutlich abgenommen in Relation zur Messung vom 1.
bis 20. Januar. Je mehr Angst und Quarantäne, um so weniger
ausgestoßenes Umweltgift verpestet das Klima.
Angstanfälligkeit und Reaktionssensibilität machen die
Fragilität komplexer globaler Zusammenhänge und auch
ökonomischer Lieferketten bewusst. Menschen können sterben und
Bänder können lokal stillstehen, weil irgendein notwendiges
Teil nicht geliefert werden kann. In der Folge setzt die
Wirtschaft wieder verstärkt auf lokale Zulieferer und
Lagerhaltung. Zurück zur Verlangsamung. Zurück zur globalen
Slow Motion. Ökonomisch sowie ökologisch, im Kleinen wie im
Grossen.

Text erstellt am 02.03.2020
Autorin: mk